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Motorschadengutachten

Motorschäden bei Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen erzeugen einen hohen finanziellen Schaden. Wir diagnostizieren die Schadensursache und erstellen für Sie eine juristisch verwertbare Schadensdokumentation, aus der zweifelsfrei hervorgeht, ob der festgestellte Motorschaden ein normaler Verschleißschaden ist oder für die Haftung Andere eintreten müssen.

Nach einer ersten Diagnose ohne Zerlegung des Motors unter der Berücksichtigung externen Hinweise wie schwarzer Rauch, abnormer Ölverbrauch und auffällige mechanische Geräusche, sollte für die Beweissicherung unbedingt eine Ölanalyse zur Schadenserforschung durchgeführt werden.

gebrochene Kurbelwelle

Strategie zur Fehlersuche bei Motorschäden
DieBN (Basenzahl/Base Number), gibt die alkalische Reserve eines Schmierstoffs zur Neutralisation von Säuren an, die z.B. während eines Verbrennungsvorgangs entstehen können. Die Veränderung der BN erlaubt im Frischölvergleich eine wesentliche Aussage über den weiteren Öleinsatz. Der PQ-Index (ParticelQuantifierIndex) informiert über magnetisierbaren Eisenabrieb in der Probe und ist eine wichtige Ergänzung zum ebenfalls angegebenen Wert für "Eisen" in mg/kg. Während sich die Mengenangaben bei "Eisen" nur auf Partikel kleiner als 5µ beziehen, informiert der PQ-Index unabhängig von der Partikelgröße über alle vorhandenen Eisenteilchen, die magnetisch sind.

Verschleißmetalle entstehen als korrosiver Verschleiß durch Wasser oder Säuren im Öl oder als abrasiver Verschleiß durch Berühren oder örtliches Verschweißen von Rauheitsspitzen. Die im Öl analysierten Abriebteilchen können aufgrund ihrer Zusammensetzung bestimmten Maschinenelementen und Bauteilen zugeordnet werden, die mit dem Schmierstoff in Berührung kommen. Die Viskosität ist die wichtigste physikalische Eigenschaft eines Schmieröles überhaupt. Sie ist von entscheidender Bedeutung für die Fähigkeit eines Schmierstoffes, einen stabilen Schmierfilm aufzubauen.

Dieselmotor-Analyse
Der Siliziumwert ist angestiegen. Siliziumhaltiger Staub könnte eine der Ursachen für den Verschleiß sein. Dichtungen, Einfüllöffnung oder Stellen, an denen Staub ins Öl gelangen kann, überprüfen. Eisen und Aluminium sind deutlich angestiegen. Meist durch Verschleiß von Kolben und Zylinderlaufbahn bedingt. Kupfer und Blei deutlich erhöht. Lässt auf Gleitlager- oder Wälzlagerkäfig-Verschleiß schließen. Nickel vermutlich durch Verschleiß der Auslassventile oder Nockenwellen stark angestiegen. Es ist eine leichte Ölalterung vorhanden, die wahrscheinlich auf lange Einsatzzeit und/oder auf erhöhte Betriebstemperaturen zurückzuführen ist.

Untersuchungsumfang für Benzin- und Diesel-Motor
Verschleißmetalle: Eisen, Chrom, Zinn, Aluminium, Nickel, Kupfer, Blei, Molybdän, PQ-Index Additive: Kalzium, Magnesium, Zink, Phosphor, Barium, Bor Verunreinigungen: Silizium, Kalium, Natrium, Wasser in %, Ölzustand: Viskosität 40° +0100° C, Viskositätsindex, Oxidation, Nitration, Sulfation, Schmutztragevermögen.

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